Suizid des irakischen InformationsministersDer im Irak-Krieg durch seine täglichen Pressekonferenzen - "You are sick in your brain!" - bekannt gewordene irakische Informationsminister Mohammad Said al Sahhaf soll kurz vor dem Fall Bagdads das Suizid verübt haben.
Das
berichtete der israelische Radiosender Kol Israel unter Berufung auf eine
arabischsprachige iranische Zeitung, wie die jüdische Zeitschrift "Die
Jüdische" der APA mitteilte. Gleichlautende Informationen gab es auch auf
der Satire-Internetseite "We Love the Iraqi Information Minister" (Wir
lieben den irakischen Informationsminister) am Dienstag. Demnach soll sich
Sahhaf laut einer iranischen Zeitung erhängt haben. Die Seite ist den
"besten" Aussagen des Informationsministers gewidmet und gibt sie im
ironischen Licht wieder. So etwa die Aussage kurz vor der völligen
Eroberung der irakischen Hauptstadt, dass die Amerikaner nicht in Bagdad
seien und die Stadt "sicher und geschützt" sei. Auch Formulierungen wie
"wir werden sie (die Amerikaner) alle abschlachten" oder "Gott wird ihre
Bäuche in der Hölle braten" fanden Eingang in die Sammlung. Sahhaf hatte
es nach seinem Verschwinden kurz vor dem Fall Bagdads schnell zu
internationalem "Kultstatus" gebracht. Es werden sogar T-Shirts mit seinen
Aussprüchen über das Internet vertrieben. Sahhafs Sohn Osama ist in der
irischen Hauptstadt Dublin als Arzt tätig, berichtete die britische
Zeitung "Daily Telegraph" am gestrigen Montag. Der Sohn verteidigte
gegenüber der Zeitung seinen Vater. "Mein Vater ist ein guter Mann. Er
weiß, dass er für seine eigenen Entscheidungen verantwortlich ist, aber
als Vater ist er ein guter Mann. Wenn er von der Arbeit nach Hause kommt
und seine Uniform auszieht, sprechen wir nicht über seinen Job", zitiert
die Zeitung den Sohn des Informationsministers.
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